Restaurant Les Roseaux Pensants in Cormery
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Restaurant Les Roseaux Pensants in Cormery

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Elisabeth Froment

Les Roseaux Pensants Pflanzliche Lebensmittel stehen im Mittelpunkt

In Cormery bietet das Restaurant „Les Roseaux Pensants“ ein reizvolles, ungewöhnliches Konzept, mit dem es sich in der Gastronomieszene von Tours von anderen abhebt – ganz abgesehen von dem grünen Stern des Guide Michelin, den es Anfang 2025 erhalten hat. Neugierige Feinschmecker, das ist genau das Richtige für euch!

Ein einzigartiges Restaurant gesunde und hochwertige Küche

Der Name„Les Roseaux Pensants“ lässt nicht unbedingt an ein Restaurant denken. Falls Ihre Philosophie-Stunden nur noch eine ferne Erinnerung sind: Blaise Pascal schrieb im Jahr 1660:

Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste Wesen der Natur; doch er ist ein denkendes Schilfrohr. Es braucht nicht das gesamte Universum, um ihn zu vernichten: Ein Hauch, ein Wassertropfen genügt, um ihn zu töten. Doch selbst wenn das Universum ihn zermalmen würde, wäre der Mensch immer noch edler als das, was ihn tötet, denn er weiß, dass er stirbt, während das Universum nichts von dem Vorteil weiß, den es über ihn hat. Unsere gesamte Würde besteht also im Denken. Daraus müssen wir uns erheben und nicht aus Raum und Zeit, die wir nicht ausfüllen könnten. Lasst uns also daran arbeiten, gut zu denken: Das ist das Prinzip der Moral.

Stéphane Enault (in der Küche) und Laurène Attia (im Service) haben keine Hotelfachschule besucht, sondern sind beide … Rechtsanwälte! Als begeisterte Köche und Liebhaber guter regionaler Produkte haben sie sich in kulinarischen und landwirtschaftlichen Techniken weitergebildet. Stéphane hat die Anwaltschaft aufgegeben, um in Pariser Restaurants zu arbeiten, wo er sich praxisnah weitergebildet und als externer Kandidat das CAP-Diplom in Kochkunst erworben hat. Laurène hat Ausbildungen im Anbau von Gewürz- und Heilpflanzen absolviert. Erstaunlich, nicht wahr?

Dem Leben vertrauen um unseren Gaumen zu verwöhnen

Unter den in der Küche angewandten Techniken ist die Milchsäuregärung sicherlich eine ihrer beliebtesten. Als jahrtausendealtes Konservierungsverfahren verleiht sie Obst und Gemüse neue Geschmacksnuancen und steigert deren Vitamingehalt. Für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper! Die „Roseaux Pensants“ stellen übrigens ein zu 100 % regionales Tempeh her, aus einer Mischung aus schwarzen Bohnen, die von Théo Meneau, einem Bio-Landwirt in Marcilly-sur-Vienne, angebaut werden, und Kichererbsen von der „Ti’bio d’Aire“, einem Bio-Bauernhof in Courcoué. Anschließend bestreichen sie ihr Tempeh mit einer Zubereitung auf Basis von Gerstenmiso und servieren dazu ein Risotto aus Rundkornreis aus der Camargue mit bretonischer Algenbutter und Bierhefe, sowie mit in Loches von der GAEC Saint-Paul gezüchteten Shiitake-Pilzen. Tempeh ist mehr als nur eine geschmackliche Entdeckung, es ist auch eine Möglichkeit, die Ernährung abwechslungsreich zu gestalten und dabei den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden.

Kennen Sie Tempeh?

Tempeh ist eine indonesische Spezialität aus fermentiertem Soja, die sich auf unzählige Arten zubereiten lässt. Dabei wird eine ganz bestimmte Spore (Rhizopus oligosporus) auf gekochte Hülsenfrüchte oder Getreide aufgebracht und unter günstigen Bedingungen wachsen gelassen. Nach etwa 24 Stunden bildet sich ein Myzel, das die Körner miteinander verbindet. So entsteht Tempeh mit seinen für unseren westlichen Gaumen ganz neuen Geschmacksnuancen!

Starke Punkte Les Roseaux Pensants

Grund #1

Ungewöhnliche Geschmacksrichtungen

Grund #2

Das „3 Ecotables“-Gütesiegel

Grund #3

Einhellig positive Bewertungen!

Und dann geht’s ans Essen, Wie sieht das aus?

Es wird Sie sicher nicht überraschen, wenn ich Ihnen verrate, dass Sie ein ganz besonderes kulinarisches Abenteuer erleben werden! Während ich diese Zeilen schreibe, finden Sie auf der Speisekarte zum Beispiel:

  • Geräucherte Forelle, Fenchel, Granny-Smith-Apfel, Kräuter-Joghurt-Sauce, Apfel-Sellerie-Gel, Algen-Crumble, milchsauer vergorene Birne, Kresseschnee
  • Perfektes Ei, Lauchcremesuppe, milchsauer vergorener Spargel, Efeu-Kuchen, frischer „Sainte-Maure de Touraine“ mit Kresse und Mizuna
  • Tacos mit Pulled Chicken, Rotkohl in Essig, Auswahl an rohem Gemüse, eingelegtem und milchsauer vergorenem Gemüse, Kimchi-Mayonnaise und Salsa Verde (vegetarische Variante möglich)
  • Schweinekamm, kleine Kartoffeln, Spinat, Püree aus weißen Bohnen, geröstete rote Zwiebeln, Kimchi
  • Auf dem Brustkorb gegartes Perlhuhnfilet, Püree aus gerösteten Möhren, glasierte Möhren und Rüben, Würzsoße aus schwarzen Kastanien
  • Quinoa-Tempeh, gebratene Pilze, Knollenselleriepüree, milchsauer vergorene Shiitake, gerösteter Pak-Choi, Salbei-Emulsion
  • Kandierte Rote Bete, Rote-Bete-Creme, Haselnusspraline, Holunder-Milchgel und -Schaum, Rote-Bete-Sorbet
  • Walnuss-Törtchen, Mädesüß-Creme, Miso-Eis.

Wenn Sie, so wie ich, mit Mizuna, Kimchi, Kombu-Algen oder Miso nicht vertraut sind,erklärt Ihnen Laurène gerne, was es mit diesen Produkten oder Zubereitungen auf sich hat. Aber ganz gleich: Ihre Geschmacksknospen werden begeistert sein!

Abgesehen von einigen exotischen Produkten, die natürlich nicht aus der Touraine stammen, erfolgt die Beschaffung über kurze Lieferketten, hauptsächlich bei Bio-Lieferanten oder aus nachhaltiger Landwirtschaft. Und natürlich auch direkt aus dem Garten des Restaurants. Bei meinem letzten Besuch war alles absolut köstlich. Dem Küchenchef ist sogar das Meisterstück gelungen, die Gäste aus Tours mit einem „Sainte-Maure de Touraine“ zu begeistern! Neben einer meisterhaft zubereiteten Küche bieten die „Roseaux Pensants“ einen effizienten und angenehmen Service. Das Ambiente spiegelt den Charakter der Besitzer wider: gemütlich und ohne Schnickschnack. Laurène vertieft ständig ihr Wissen über pflanzliche Färbetechniken (Färben, Indigo, Ecoprint), wodurch sie die Einrichtung des Lokals und ihre Tischkultur mit ihren eigenen pflanzlichen Kreationen bereichern kann. Und in der schönen Jahreszeitist die Terrasse sehr einladend.

Workshops, die man besuchen sollte

„Les Roseaux Pensants“ veranstalten Workshops zum Thema Fermentierung, die großen Anklang finden. Um das Erlebnis des Austauschs und des Miteinanders noch weiter zu vertiefen, werden sie bald Workshops zu verschiedenen Themen anbieten, bei denen stets die Wertschätzung der Pflanzen im Mittelpunkt steht.

Von der Gabel zur Feder

Als Feinschmecker und Genießer hat Hubert Giblet den Verein „Val de Loire Terres de Gastronomie“ gegründet, der das Festival „Automnales de la Gastronomie“ sowie einmal im Monat kulinarische Rundgänge organisiert. Im Fremdenverkehrsamt Azay-Chinon kümmert er sich zudem um die Veranstaltungen, die im Rahmen des Labels „Vignobles & Découvertes“ initiiert werden.

Erleben Gourmet-Restaurant „Les Roseaux Pensants“

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